Neue berufliche Perspektiven für Rettungsassistenten: Fachweiterbildung zum „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“

Der Arbeitsalltag von Rettungsassistenten ist durch wechselnde Einsatzorte und -bedingungen sehr unruhig, was für Berufseinsteiger den Reiz ausmachen mag, mit fortschreitendem Alter aber zur Belastung werden kann. Hier öffnet die innovative Fachweiterbildung neue berufliche Perspektiven: Der Arbeitsalltag eines „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“ auf Station ist viel geordneter und mit dem Privatleben besser abzustimmen, da die Schichten klar geplant und die 38,5 Arbeitswochenstunden in der Regel eingehalten werden. Und auch als Interim-Job für einige Jahre bringt die Arbeit als „Pflegeassistent für Funktionsbereiche“ Rettungsassistenten einen großen Nutzen: Aufgrund der enormen zusätzlichen Erfahrung können sie bei Rückkehr in den Rettungsdienst mit breiter Brust auftreten.

Die Fachweiterbildung ist eine Kooperation zwischen verschiedenen Bildungsträgern und Trenkwalder Medical Care.

Ziele der Weiterbildung
Das Konzept fördert gezielt die berufliche Handlungskompetenz der Rettungsassistenten in den Ambulanzen und Notaufnahmen sowie in der Anästhesie und der Intensivmedizin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden befähigt, Patienten nach aktuellen pflegewissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen im multiprofessionellen Team zu versorgen. Die Weiterbildung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Pflege-Qualität sowie zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung.

Zielgruppe:
Rettungsassistenten/innen, die eine mindestens zweijährige Erfahrung im Rettungsdienst oder der Klinik nachweisen können.

Umfang und Qualität
Die Weiterbildung umfasst 320 Stunden theoretischen und fachpraktischen Unterricht sowie 160 Stunden Berufspraktika. Die Weiterbildung ist an die Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) für die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivmedizin angelehnt und von der Agentur für Arbeit zertifiziert.

Inhalte der Weiterbildung
Der Unterricht wird von Lehrern für Pflegeberufe, Fachärzten, Fachkrankenpflegern, Psychologen und Pharmakologen etc. gestaltet.
Eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis wird durch die Hospitationen erzielt.

Die Unterrichtschwerpunkte teilen sich auf:
Allgemeine Grundlagen ....................................84 Std.
Grundlagen der Intensivmedizin .......................94 Std.
Spezielle Schwerpunkte je nach Modul ..........106 Std.
Sozial- und Methodenkompetenz .....................34 Std.

Praxiseinsatz:
Von den Teilnehmern werden mindestens 160 Stunden Hospitation absolviert. Die Schwerpunkte werden je nach Modul festgelegt:
  • Aufwachraum
  • OP-Vorbereitung
  • Narkoseeinleitung und -führung
  • Patiententransport
  • Notfallversorgung in der Klinik
  • Notfallaufnahme oder Ambulanz
  • Intensivstation


Prüfung und Abschluß:
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

Anmeldung:
Ihre schriftliche Bewerbung muss enthalten:
  • Tabellarischen Lebenslauf
  • Lichtbild
  • Nachweis einer zweijährigen Berufspraxis im Rettungsdienst
  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Rettungsassistent/in


Förderung:
Eine Förderung der Ausbildung über die Agentur für Arbeit ist möglich. Wir beraten Sie gern persönlich über alle Möglichkeiten.

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